• Rufnummer030 403 4440

Entwurmung

Regelmäßige Vorsorge schützt

Viele Parasiten, die Hunde und Katzen haben, können auch auf den Menschen übertragen werden. Dazu gehören verschiedene Wurmarten, die durch engen Kontakt weitergegeben werden können. Regelmäßige Vorsorge und Entwurmung helfen, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Wie oft sollten Hunde entwurmt werden?

Die richtige Entwurmung hängt vor allem vom individuellen Risiko ab. Aktuelle Empfehlungen (z.B. von ESCCAP) unterscheiden verschiedene Risikogruppen.

Hunde: Risikogruppen

Geringes Risiko

  • Kein oder kaum Kontakt zu anderen Hunden
  • Frisst nichts draußen
  • Kein Kontakt zu Kot oder Beutetieren

Empfehlung: 1–2x pro Jahr entwurmen oder Kotuntersuchung


Mittleres Risiko

  • Normale Spaziergänge
  • Schnüffelt viel
  • Kontakt zu anderen Hunden möglich

Empfehlung: Alle 3 Monate (4x jährlich)
 

Hohes Risiko

  • Frisst Kot oder Aas
  • Jagdverhalten
  • Kontakt zu Schnecken
  • Viel Freilauf

Empfehlung: Alle 4–6 Wochen ggf. zusätzlicher Schutz gegen Bandwürmer

Wie oft sollten Katzen entwurmt werden?

Die richtige Entwurmung hängt vor allem vom Lebensstil und Infektionsrisiko ab.

Aktuelle Empfehlungen (z. B. von ESCCAP) teilen Tiere deshalb in Risikogruppen ein.

Katzen: Wohnung vs. Freigang

Wohnungskatzen (geringes Risiko)

Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben und keinen Kontakt zu Beutetieren haben, haben ein deutlich geringeres Risiko.

Empfehlung: 1–2x pro Jahr entwurmen oder Kotuntersuchung durchführen und nur bei Bedarf behandeln

Wichtig: Auch Wohnungskatzen können sich z. B. über Schuhe oder rohes Fleisch infizieren, komplett ausgeschlossen ist das Risiko nicht.
 

Freigängerkatzen (hohes Risiko)

Freigänger haben durch Jagdverhalten und Umweltkontakt ein deutlich höheres Risiko.

Empfehlung: Alle 3 Monate (4x jährlich)

Bei aktiven Jägern: alle 4–6 Wochen möglich

Besonders wichtig: Schutz vor Bandwürmern, da diese häufig über Beutetiere übertragen werden.

Häufige Fragen zu Würmern

  • Das Fressen von Kot oder Aas kann ein erhöhtes Risiko für Wurminfektionen darstellen, da dabei Wurmeier aufgenommen werden können. Grasfressen selbst erhöht das Risiko nicht direkt, kann aber auf Magen-Darm-Probleme hinweisen. Wenn beim Grass fressen Schnecken aufgenommen werden, kann es zu einem Lungenwurmbefall kommen.

  • Häufig über Beutetiere wie Mäuse. Aber auch Erde, Kot anderer Tiere oder eingeschleppte Wurmeier können eine Rolle spielen.

  • Oft gar nicht. Mögliche Anzeichen sind Durchfall, Gewichtsverlust oder Erbrechen. Deshalb ist regelmäßige Vorsorge besonders wichtig.